bizforward ist ein Recruiting- und Staffing-Unternehmen, das mittelständische Unternehmen in der DACH-Region mit spezialisierten Freelancern zusammenbringt. Das Kerngeschäft: Ein Kunde meldet einen Bedarf – etwa einen SAP-Berater, einen DevOps-Engineer oder einen Projektmanager – und bizforward findet den passenden Experten.
Das Problem lag nicht im Geschäftsmodell, sondern im Prozess dahinter. Jede neue Anfrage bedeutete dasselbe Prozedere:
Pro Projektanfrage verbrachten Recruiter geschätzt 2–3 Stunden allein mit der Suche und Erstbewertung – bevor sie auch nur einen einzigen Kandidaten kontaktiert hatten. Bei mehreren parallelen Aufträgen skalierte das nicht.
Das Ergebnis: Gute Kandidaten wurden spät oder gar nicht gefunden, weil die Suchstrategie von der verfügbaren Zeit abhing – nicht von der Auftragsqualität. Und mit jeder neuen Anfrage begann der Prozess bei null.
Wir haben für bizforward eine vollautomatische Sourcing- und Scoring-Pipeline gebaut. Die Idee: Ein Recruiter soll lediglich eine Stellenbeschreibung in ein Dashboard einfügen – den Rest übernimmt das System.
Im Kern macht das System drei Dinge:
Egal ob LinkedIn-Post, interne Stellenbeschreibung oder kurze Notiz – eine KI analysiert den Text, identifiziert die Kernrolle, relevante Keywords, Synonyme und Ausschlusskriterien. Daraus generiert sie sechs verschiedene Suchstrategien: von breit bis hochspezialisiert.
Die generierten Suchstrategien werden parallel auf freelancermap.de ausgeführt. Pro Suche werden bis zu 300 Profile erfasst – mit allen relevanten Daten: Skills, Tagessätze, Verfügbarkeit, Projekthistorie, Sprachen, Reisebereitschaft.
Die KI scored jedes gefundene Profil anhand der ursprünglichen Anforderungen. Das Ergebnis: Eine priorisierte Shortlist mit Score, Stärken und Schwächen – direkt im Dashboard sichtbar.
Das Ergebnis für den Recruiter: Stellenbeschreibung einfügen, kurz warten, fertige Kandidatenliste reviewen. Von Stunden manueller Arbeit zu Minuten.
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Das System besteht aus vier Workflows, die über ein Custom-Dashboard gesteuert werden:
Der Recruiter fügt eine Stellenbeschreibung in das Retool-Dashboard ein. Claude (Anthropic’s KI) analysiert den Text und generiert sechs Boolean-Suchstrings in strategischen Varianten:
Zusätzlich leitet die KI automatisch Filterparameter ab: Tagessätze, Stundensatz-Obergrenzen, Remote/Vor-Ort-Präferenz, Radius und Standort.
Jede Suchstrategie wird als Scraping-Auftrag an Apify übergeben. Das System arbeitet asynchron – der Crawler läuft im Hintergrund, das Dashboard bleibt responsiv. Pro Suchlauf werden bis zu 300 Profile über 30 Ergebnisseiten erfasst.
Sobald ein Crawl fertig ist, meldet sich Apify per Webhook zurück. Die Profildaten – Name, Skills, Tagessatz, Verfügbarkeit, Projekthistorie, Sprachen, Reisebereitschaft – werden aufbereitet und in die Datenbank geschrieben. Leere Ergebnisse werden sauber abgefangen, damit die UI korrekt reagiert.
Im letzten Schritt bewertet Claude jedes gefundene Profil gegen die ursprüngliche Projektbeschreibung. Jeder Freelancer erhält einen strukturierten Score mit Begründung. Das Ergebnis: Eine sofort nutzbare, priorisierte Kandidatenliste.
Ein erfahrener Recruiter würde nie nur eine einzige Suchanfrage stellen. Verschiedene Formulierungen finden verschiedene Kandidaten. Durch sechs parallele Strategien erreicht das System eine deutlich höhere Abdeckung als jede manuelle Einzelsuche.
| Technologie | Rolle im System |
|---|---|
| n8n (self-hosted) | Orchestrierung aller Workflows – die zentrale Schaltzentrale, die alle Systeme verbindet |
| Claude (Anthropic API) | KI-Analyse der Stellenbeschreibung, Generierung von Suchstrategien, Scoring der Kandidaten |
| Apify | Web Scraping von freelancermap.de – asynchrones Crawling bis zu 300 Profile pro Suchlauf |
| Retool | Custom-Dashboard für den Kunden – Projekte anlegen, Suchen starten, Ergebnisse reviewen |
| PostgreSQL / Supabase | Datenspeicherung und Persistierung aller Profile, Scores und Projektdaten |
Das System verändert nicht nur die Geschwindigkeit des Sourcings – es verändert, wie bizforward arbeiten kann.
Die Zeitersparnis von ~95% basiert auf dem Vergleich: 2–3 Stunden manuelle Suche vs. ~5 Minuten aktive Arbeitszeit bei automatisiertem Sourcing. Basierend auf dem durchschnittlichen Zeitaufwand pro Sourcing-Runde im laufenden Betrieb.
Freelancer-Sourcing ist ein Paradebeispiel für einen Prozess, der nach Automatisierung schreit – aber selten automatisiert wird. Warum?
Weil die einzelnen Schritte trivial wirken. Jeder kann eine Suchanfrage auf freelancermap.de stellen. Aber in der Summe ist der Prozess ein massiver Zeitfresser mit drei strukturellen Problemen:
Die wertvollste Ressource eines Recruiters ist nicht die Fähigkeit, Profile auf einer Plattform zu finden. Es ist die Fähigkeit, Kandidaten zu bewerten, Beziehungen aufzubauen und den richtigen Match zu machen. Alles davor kann – und sollte – automatisiert werden.
„Vorher haben wir pro Auftrag Stunden mit der Suche verbracht, bevor wir überhaupt mit dem ersten Kandidaten sprechen konnten. Jetzt füge ich die Stellenbeschreibung ein, und ein paar Minuten später habe ich eine bewertete Shortlist. Das verändert, wie wir arbeiten können.“
Was wir für bizforward gebaut haben, ist kein generisches Automatisierungstool. Es ist ein maßgeschneidertes System, das einen spezifischen, zeitintensiven Prozess von Anfang bis Ende abbildet – und dabei die Qualität der Ergebnisse verbessert, statt sie nur zu beschleunigen.
Die Architektur ist bewusst modular: Vier n8n-Workflows, die unabhängig voneinander funktionieren, asynchron kommunizieren und über ein sauberes Dashboard gesteuert werden. Das System ist erweiterbar – weitere Plattformen, Datenquellen oder Scoring-Kriterien lassen sich anbinden, ohne die bestehende Infrastruktur zu verändern.
Die größte Hebelwirkung entsteht nicht durch die Automatisierung einzelner Klicks, sondern durch die Automatisierung ganzer Denkprozesse. Die KI ersetzt hier nicht den Recruiter – sie übernimmt die Vorarbeit, die vorher den größten Teil der Zeit gefressen hat.
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