CREATE
Individuelles Projekt
Ratgeber

Agentur für KI-Automatisierung: was sie baut, was es kostet

Von Henrik Horn · 9 Minuten

Dunkles Holz von oben, links ein ungeordneter Haufen weißer Umschläge, rechts drei gerade Stapel, einer mit einem Reiter in Amber, dazwischen ein schwarzer Brieföffner.

Was macht eine Agentur für KI-Automatisierung?

Sie baut Abläufe, in denen ein Sprachmodell die Schritte übernimmt, für die es keine feste Regel gibt. Und sie sorgt dafür, dass das im Betrieb hält.

CREATE ist eine Agentur für KI-Automatisierung aus Deutschland. Wir bauen Workflows, die in Ihren bestehenden Tools laufen. Ein Sprachmodell liest, ordnet ein oder schreibt einen Entwurf. Alles andere bleibt fest: woher die Daten kommen, wohin sie gehen und wer freigibt.

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Aus den Case Studies Careloop, UCM Jobs und PLAN-B.

Die Zahlen stammen aus den Case Studies zu Careloop, UCM Jobs und PLAN-B. Dort steht auch, wie die Workflows gebaut sind.

Was ist KI-Automatisierung?

Automatisierung, in der mindestens ein Schritt von einem Sprachmodell erledigt wird statt von einer festen Regel.

Klassische Automatisierung folgt Regeln. Wenn ein Formular eingeht, lege einen Kontakt an. Das funktioniert, solange die Eingabe immer gleich aussieht. Bei einer frei geschriebenen E-Mail, einem PDF oder einem Zeitungsartikel reicht eine Regel nicht. Dort setzt ein Sprachmodell an.

Feste Regel
  • Braucht Eingaben in immer gleicher Form
  • Liefert jedes Mal dasselbe Ergebnis
  • Lässt sich vollständig prüfen
  • Kostet im Betrieb fast nichts
Sprachmodell
  • Versteht freien Text, Dokumente und Bilder
  • Kann bei gleicher Eingabe anders antworten
  • Braucht eine Prüfung hinter jedem Schritt
  • Kostet je Aufruf

Drei Begriffe werden dabei oft vermischt:

  1. 1

    Chatbot

    Ein Mensch stellt eine Frage, das Modell antwortet. Es läuft nichts von selbst.

  2. 2

    Workflow mit KI-Schritt

    Ein Ablauf startet von selbst, etwa bei einer neuen E-Mail. Das Modell erledigt einen Schritt darin, der Rest ist fest. Das ist der Normalfall in unseren Projekten.

  3. 3

    KI-Agent

    Das Modell bekommt Werkzeuge und entscheidet selbst, welches es wann benutzt. Das lohnt sich nur, wo die Anfragen wirklich offen sind.

Was lässt sich mit KI automatisieren?

Alles, wo jemand heute liest, einordnet, heraussucht oder einen ersten Entwurf schreibt. Vier Beispiele aus unseren Projekten.

  1. 1

    Lesen und bewerten

    Für PLAN-B liest ein Modell jeden Tag die Branchennews, bewertet sie nach festen Kriterien und fasst die wichtigen zusammen. Daraus wird eine Aufgabe im Board. Die Kriterien stehen im Workflow, nicht im Kopf eines Mitarbeiters.

  2. 2

    Einordnen und herausziehen

    Ein Assistent für eingehende Mails ordnet jede Mail ein, zieht die Angaben heraus und schreibt einen Antwortentwurf. Verschickt wird nichts, bevor ein Mensch es gesehen hat.

  3. 3

    Zusammenführen

    Für Blox Code schreibt ein Modell die Zusammenfassung eines Kontaktprofils aus fünf Datenquellen. Welches Modell das tut, lässt sich tauschen, ohne den Workflow umzubauen.

  4. 4

    Entwerfen

    Für UCM Jobs entsteht aus jeder Jobanfrage eine fertige Kampagne mit Bildern, Textvarianten und Geo-Targeting. Vorher wurde jede Kampagne von Hand im Ads Manager angelegt.

Nach Aufgaben sortiert stehen weitere Beispiele auf den Seiten zu Recruiting, Marketing und Buchhaltung. Gebaut wird fast alles mit n8n, mehr dazu auf der Seite n8n Agentur.

Wo liegen die Grenzen?

Ein Sprachmodell kann sich irren und klingt dabei sicher. Darauf muss der Ablauf gebaut sein.

  • Hinter jedem Modellschritt steht eine Prüfung. Die Antwort muss ein festes Format haben und eine Begründung tragen. Passt sie nicht, läuft der Fall nicht still weiter, sondern wird gemeldet.
  • Was rausgeht, wird freigegeben. Mails, Beiträge und Kampagnen bleiben Entwurf, bis jemand im Team sie gesehen hat.
  • Über Menschen entscheidet kein Modell. Unsere Workflows im Recruiting bewerten, filtern und ranken keine Kandidaten.
  • Getestet wird gegen echte Fälle. Ein Ablauf, der nur mit Demodaten lief, zeigt seine Fehler erst im Betrieb.
Unsere Faustregel

So viel fester Workflow wie möglich, so viel Modell wie nötig. Wo eine Regel reicht, nehmen wir die Regel.

Manchmal ist die richtige Antwort, gar nicht zu automatisieren. Die fünf Fälle stehen im Beitrag Wann Sie nicht automatisieren sollten.

Welche Modelle setzen wir ein?

Das, was zum Ablauf und zu Ihren Daten passt. Der Workflow wird so gebaut, dass sich das Modell tauschen lässt.

  • Claude von Anthropic, stark im Lesen langer Texte und im Bewerten nach Vorgaben
  • Gemini von Google, verarbeitet Text, Bilder, Ton und Video
  • Azure OpenAI, die Modelle von OpenAI über Microsoft, mit Wahl der Region, auch in Europa
  • Mistral aus Frankreich, mit offenen Modellen, die sich selbst betreiben lassen
  • OpenRouter, eine Schnittstelle für Modelle vieler Anbieter

Jeden Monat erscheinen neue Modelle. Ein laufender Ablauf wird davon nicht besser, es ändert sich nur, was möglich und was teuer ist. Wichtiger als das neueste Modell ist, dass der Workflow nicht an einem einzigen hängt.

Welche Daten an ein Modell gehen dürfen und ob es in der EU laufen muss, klären wir in Phase 1, bevor gebaut wird. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

Was verlangt der EU AI Act?

Die Pflicht zur Transparenz gilt bereits. Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme sind verschoben.

Seit dem 2. August 2026 muss erkennbar sein, wenn Menschen mit einem KI-System sprechen oder wenn Inhalte von einem erzeugt wurden. Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme aus Anhang III, etwa bei der Auswahl von Bewerbern, sind durch die Änderungsverordnung vom Juli 2026 auf den 2. Dezember 2027 verschoben.

Laut einer Umfrage des Bitkom vom September 2026 setzen 57 Prozent der Unternehmen in Deutschland KI ein, ein Jahr zuvor waren es 36 Prozent. Die Frage ist für die meisten also nicht mehr, ob, sondern wie geordnet.

Unsere Lesart

Die verschobenen Fristen sind Zeit zum Ordnen. Wer heute weiß, welche Abläufe ein Modell berühren, welche Daten dort liegen und wer entscheidet, hat den Aufwand später hinter sich.

Diese Einordnung hat den Stand Oktober 2026 und ist keine Rechtsberatung. Ein Siegel „AI Act konform“ gibt es nicht, und wir vergeben keines.

Woran erkennen Sie eine gute KI-Agentur?

Daran, wie sie mit Fehlern des Modells umgeht. Dass es welche macht, steht fest.

  1. 1

    Sie zeigt laufende Workflows

    Eine Demo mit drei Beispielen beweist wenig. Fragen Sie nach einem Ablauf, der seit Monaten im Betrieb ist, und danach, was dort schiefging.

  2. 2

    Sie baut Prüfung und Freigabe ein

    Fragen Sie, was passiert, wenn das Modell Unsinn liefert. Die Antwort sollte im Workflow stehen, nicht in einem Versprechen.

  3. 3

    Sie hängt nicht an einem Modell

    Preise und Modelle ändern sich schnell. Ein guter Workflow lässt sich auf ein anderes Modell umstellen, ohne neu gebaut zu werden.

  4. 4

    Sie sagt, wo KI unnötig ist

    Viele Abläufe brauchen kein Modell, nur eine saubere Regel. Eine Agentur, die das sagt, verkauft Ihnen weniger und baut Ihnen Besseres.

  5. 5

    Sie rechnet vor dem Bau

    Wie oft läuft der Ablauf, wie lange dauert er, was kostet die Zeit? Die Rechnung steht im Beitrag Den Business Case rechnen, bevor gebaut wird.

Was kostet KI-Automatisierung?

Drei Posten: der Aufbau, der Betrieb und die Aufrufe des Modells.

  • Aufbau. Bei CREATE beginnt ein Projekt mit Phase 1, also Analyse, Zugänge und Konzept, ab 3.000 € netto. Umsetzung und Übergabe haben danach je einen Festpreis, der nach dem Scoping feststeht.
  • Betrieb. Wer die Workflows laufend betreuen und ausbauen lassen will, nimmt die KI-Partnerschaft ab 4.000 € im Monat für 40 Stunden, mit einer Mindestlaufzeit von 3 Monaten.
  • Modell. Die Anbieter rechnen je Aufruf ab, nach der Menge an Text. Der Betrag hängt davon ab, wie oft der Ablauf läuft und wie viel er liest.

Davor steht das kostenlose KI-Audit. Alle Preise von CREATE stehen auf der Seite Preise, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Wie ein Projekt in Phasen abläuft, beschreibt die Seite Agentur für Prozessoptimierung.

Eine pauschale Ersparnis in Prozent nennen wir nicht. Sie hängt an Ihren Zahlen, und die kennen wir erst nach dem Audit.

Häufige Fragen

Die Fragen, die uns zur KI-Automatisierung am häufigsten gestellt werden.

  1. 1

    Was ist eine KI Automatisierung Agentur?

    Ein Dienstleister, der Abläufe mit Hilfe von Sprachmodellen automatisiert und in die bestehenden Systeme eines Unternehmens einbaut. CREATE ist eine Agentur für KI-Automatisierung aus Deutschland und baut Workflows mit n8n und KI, mit Prüfung und Freigabe.

  2. 2

    Was ist der Unterschied zur klassischen Automatisierung?

    Klassische Automatisierung folgt festen Regeln und braucht Eingaben in immer gleicher Form. KI-Automatisierung setzt ein Sprachmodell für die Schritte ein, bei denen die Eingabe frei ist, etwa eine E-Mail oder ein PDF. In der Praxis ist es fast immer eine Mischung.

  3. 3

    Brauchen wir einen KI-Agenten?

    Meistens nicht. Ein fester Workflow mit einem KI-Schritt ist berechenbarer und günstiger. Ein Agent, der selbst entscheidet, lohnt sich nur, wo die Anfragen wirklich offen sind.

  4. 4

    Welche Daten gehen an das Modell?

    Nur die, die der Schritt braucht. Was das ist, welcher Anbieter infrage kommt und ob das Modell in der EU laufen muss, legen wir in Phase 1 fest. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

  5. 5

    Was passiert, wenn das Modell einen Fehler macht?

    Der Workflow prüft die Antwort auf Format und Begründung. Passt sie nicht, wird der Fall gemeldet, statt still weiterzulaufen. Was nach außen geht, bleibt ein Entwurf, bis Ihr Team es freigibt.

  6. 6

    Für welche Unternehmen ist das gedacht?

    Für Teams, in denen wiederkehrende Abläufe über mehrere Tools laufen und Zeit kosten. Unsere Kunden sind vor allem SaaS- und Tech-Unternehmen, Agenturen und Plattformen.

  7. 7

    Was kostet KI-Automatisierung?

    Das KI-Audit ist kostenlos. Ein Projekt beginnt mit Phase 1 ab 3.000 € netto, Umsetzung und Übergabe haben danach je einen Festpreis. Die laufende Betreuung kostet ab 4.000 € im Monat. Dazu kommen die Aufrufe des Modells.

  8. 8

    Wie fangen wir an?

    Mit dem kostenlosen KI-Audit. Wir sehen uns an, was Ihr Team tatsächlich tut, wo Zeit verschwindet und was sich rechnet. Danach entscheiden Sie, ob Phase 1 kommt.